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Porzellan ist besser für die Umwelt

Porzellantassen haben beim Umweltschutz die Nase vorn - nachhaltiger und kostengünstiger als Einwegbecher aus Pappe und Kunststoff

Porzellantassen haben beim Umweltschutz die Nase vorn

Nachhaltiger, kostengünstiger und  unbedenklich 

Das Thema Nachhaltigkeit ist in aller Munde beim Endverbraucher oder auch beim Gewerbetreibenden. Dabei  ist bekannt, dass kunststoffbeschichtete  Pappbecher  die Umwelt stark belasten. Aber dass die Pappbecher auch höhere Kosten verursachen ist kaum bekannt. Ebenso wenig bekannt ist die Schädlichkeit von sogenanntem Bambusgeschirr.

Deshalb hier einige Fakten:

Die höhere Nachhaltigkeit von keramischen Tassen wurde in verschiedenen Studien belegt. 

Betrachtet man die gesamte Lebenszeit eines Pappbechers mit Kunststoffauskleidung oder gar mit Kunststoffdeckel von den Rohstoffen, über Produktion,  Logistik bis zur Entsorgung, so liegen Tassen aus Keramik und Porzellan bei den Umwelteinflüssen wie Wasser-, Ressourcenverbrauch, Klimawechsel und Gesundheit immer weit besser als Einwegbecher und als Edelstahl-Kunststoff Varianten (gem. CIRAIG-Studie, Canada1) und Studie vom Royal Institute of Technology, Schweden 2)).

So ist  lt. dem Royal Institute of Technology ab 10maligem Gebrauch die keramische Tasse energiemäßig im Vorteil2).   

Lt. Deutscher Umwelthilfe sind Mehrwegbecher auch deutlich umweltfreundlicher als Einwegbechern aus Recyclingmaterial oder mit Biokunststoffanteilen wie Bambus3).  

Die Kosten sind gerade für den Ausschank von Kaffee zusätzlich interessant.

So zeigt die CIRAIG-Studie1), dass beim mehrmaligen Gebrauch Einwegbecher mit Deckel teurer sind als keramische Tassen. D.h. über ein Pfandsystem von Porzellantassen kann der mehrmalige Gebrauch gefördert werden und zudem der to-go Becher zur Kundenbindung eingesetzt werden.

Schon ab 10maliger Verwendung ist der Mehrwegbecher energieseitig besser gestellt (lt. Studie des Royal Institute of Technology, Schweden2) ).

Alarmierend sind dagegen sind Aussagen der Verbraucherzentrale NRW über Schadstoffe im sogenannten Bambusgeschirr4).

Bambusgeschirr wurde in letzter Zeit häufiger als ökologische Alternative ins Gespräch gebracht.

Dabei handelt es sich häufig um ein Gemisch mit nur Anteilen aus Bambus oder auch aus Mais. Weitere Bestandteile sind öfters Kunststoffe wie Melamin und andere Bestandteile. In Tests des  Chemischen Untersuchungsamts Stuttgart gab eine Vielzahl von Bambusgegenständen Melanin und Formaldehyd an die Lebensmittel ab4).

So kam die Verbraucherzentrale zu dem eindeutigen Schluss, dass für den Kontakt mit Lebensmitteln und Heißgetränken Edelstahl, Glas und Porzellan zu empfehlen sind4).

   

1)        Quelle: Studie „ Life cycle assessment (LCA) of reusable and single-use coffee cups” von CIRAIG (International Reference Centre for the Life Cycle of Products, Processes and Services) Montréal (QC) Canada. Diese Studie berücksichtigt die Ressourcengewinnung, die Produktion, die Distribution, den Gebrauch und die Entsorgung.   

2)     Quelle: Studie „Life Cycle assessment, A comparative LCA of ceramic cups and disposal paper cups“, The Royal Institute of Technology, Schweden   

3)     Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V., “Coffee to go-Einwegbecher-Umweltauswirkungen und Alternativen, Hintergrundpapier der Deutschen Umwelthilfe, 01.09.2015   

4)     Quelle: Verbraucherzentrale NRW, „Schadstoff-Gefahr in Bambus-Geschirr, 26.04.2018

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